FGG-Vortrag: Nach der Osterweiterung ist vor dem Brexit: Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Netzwerke zwischenstaatlicher ökonomischer Verflechtungen – 15.01.2018 | FGG-Vortrag: Nach der Osterweiterung ist vor dem Brexit: Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Netzwerke zwischenstaatlicher ökonomischer Verflechtungen – 15.01.2018 – Institut für Geographie
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FGG-Vortrag: Nach der Osterweiterung ist vor dem Brexit: Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Netzwerke zwischenstaatlicher ökonomischer Verflechtungen – 15.01.2018

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Foto: Wikimedia Commens

Montag, 15. Januar 2018 18.30 Uhr im Hörsaal C
FGG Vortrag
Prof. Dr. Ivo Mossig (Universität Bremen)

Nach der Osterweiterung ist vor dem Brexit: Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Netzwerke zwischenstaatlicher ökonomischer Verflechtungen

Die Intensivierung grenzüberschreitender Verflechtungen ist zentrales Kennzeichen der Globalisierung. Als zentrale Akteure, die mit ihren Handlungen diese Verflechtungen herstellen, gelten Transnationale Unternehmen sowie politische Akteure. Während die Transnationalen Akteure durch den Aufbau und die Kontrolle globaler Produktionsnetzwerke unmittelbar zum Aufbau der Verflechtungen beitragen und dadurch Globalisierungsprozesse aktiv gestalten, treten die politischen Akteure in wirtschaftsgeographischen Diskursen vergleichsweise passiv in Erscheinung. In dem Vortrag soll am Beispiel der großen EU-Osterweiterung 2004 gezeigt werden, in welcher Weise die politisch gewollte Integration einzelner Staaten in den gemeinsamen Wirtschaftsraum dazu beiträgt, dass sich grenzüberschreitende

Foto: Mossig "Netzwerke"

Foto: Mossig „Netzwerke“

Verflechtungsbeziehungen intensivieren. Zu diesem Zweck werden zwischenstaatliche Verflechtungen als Netzwerke konzeptualisiert. Anschließend soll das am Beispiel der EU-Osterweiterung erprobte Instrumentarium genutzt werden, um mögliche Wirkungen aufzuzeigen, die von einem Vollzug des BREXITs ausgehen. Es soll gezeigt werden, ob bereits jetzt schon Veränderungen in den zwischenstaatlichen Verflechtungsbeziehungen feststellbar sind.

Die Forschungen sind in den von der DFG bewilligten Sonderforschungsbereich 1342 „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“ eingebettet, der am 01.01.2018 seine Arbeit aufgenommen hat.

FGG-Mitglieder frei.
Eintritt für Nichtmitglieder: 3,00 Euro / erm. 1,50 Euro
Schulklassen – nach vorheriger Anmeldung – frei.

Für diesen Vortrag gilt die Kolloquiumsregelung!

fgg_weltkugel_ws1718Themenschwerpunkt Herbst/Winter 2017/18:
Ende der Globalisierung?“
Moderation: Prof. Dr. Georg Glasze

Die vergangenen Jahre scheinen geprägt von einem Trend zu neuen Grenzziehungen, zu protektionistischen Wirtschaftspolitiken und zu nationalistischen Ideologien, so dass teilweise bereits das „Ende der Globalisierung“ ausgerufen wurde. In der Vortragsreihe der Fränkischen Geographischen Gesellschaft im Wintersemester diskutieren renommierte WissenschaftlerInnen aus Politischer Geographie, Geographischer Migrationsforschung sowie Sozial- und Wirtschaftsgeographie inwieweit neue Grenzregime, die Stagnation des internationalen Handels oder die Krise der EU als Elemente einer epochenhaften Veränderung globaler Beziehungen gedeutet werden können.

Flyer Gesamtprogramm zum Download als pdf-Datei.