Neues 3-jähriges Verbundforschungsprojekt „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands“ | Neues 3-jähriges Verbundforschungsprojekt „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands“ – Institut für Geographie


Neues 3-jähriges Verbundforschungsprojekt „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands“

Von einigen Kommunen und Landkreisen in ländlichen Regionen wird die flüchtlingsbedingte Zuwanderung nicht ausschließlich als humanitäre Aufgabe, sondern auch als Entwicklungschance im Kontext von Abwanderung, Alterung und Fachkräftemangel gesehen. Empirisch fundierte Antworten auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen und wie humanitäres Engagement und ländliche Entwicklung erfolgreich verbunden werden können fehlen jedoch bislang.

Unter der Leitung von Dr. Stefan Kordel wird in der Arbeitsgruppe Pohle das vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) geförderte Verbundforschungsprojekt „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands“ bearbeitet. Im Teilprojekt „Sichtweise der Geflüchteten“ führen wissenschaftliche Mitarbeiter und Hilfskräfte umfangreiche qualitative Erhebungen mit Geflüchteten in ländlichen Landkreisen durch. Von Kolleginnen und Kollegen des Thünen-Instituts für ländliche Räume, die zugleich die Gesamtkoordination des Projektes übernehmen, werden Integrationspotenziale ländlicher Räume in Deutschland thematisiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Chemnitz (Humangeographie) befassen sich mit der Rolle des zivilgesellschaftlichen Engagements und die Einstellung der Aufnahmegesellschaft, während an der Universität Hildesheim (Politikwissenschaft) lokale Integrationspolitiken untersucht werden.