Travelling Conference „JustUrban“ nach Ost- und Südostasien erfolgreich | Travelling Conference „JustUrban“ nach Ost- und Südostasien erfolgreich – Institut für Geographie

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Travelling Conference „JustUrban“ nach Ost- und Südostasien erfolgreich

Konferenzteilnehmer/innen, darunter das Erlanger Instituts-Team, an der PNU in Busan (Korea)

Konferenzteilnehmer/innen, darunter das Erlanger Instituts-Team, an der PNU in Busan (Korea)

Von Mitte November bis Anfang Dezember 2016 begaben sich Institutsmitglieder auf eine ganz besondere und in dieser Form noch nie durchgeführte Reise: Im Rahmen eines mit 40 Tsd. Euro vom BMBF geförderten Konferenz-Projektes flogen Fred Krüger, Alexandra Titz und Tobias Häberer gemeinsam mit Patrick Stör (Nat.Fak.), Axel Drescher und Robert Holmer (Urban Food International) sowie Johannes Schlesinger (svGeoSolutions) nach Korea, Thailand und Singapur. Mit universitären Partnern vor Ort wurde jeweils zum selben Thema eine zweitägige sogenannte „Travelling Conference“ durchgeführt.

JustUrban steht für den komplexen Titel „Towards Resilient Cities, Green Urban Infrastructure and Sustainable Livelihoods: Dynamics of the Just City, the Right to the City, and Food and Nutrition Security.” Es ging also um den Auf- und Ausbau resilienter und ideenreicher, dabei zugleich gerechter und nachhaltiger Städte. Einer im Alltag von allen Stadtbürgerinnen und -bürgern nutzbaren grünen urbanen Infrastruktur kommt im Rahmen dynamischer Umweltveränderungen und sozialer Transformation eine ganz besondere Bedeutung zu. „Green Urban Infrastructure“ entwickelt sich derzeit weltweit zu einem zentralen Thema für Forschung und Stadtentwicklungspraxis – in den drei besuchten Ländern stieß die vom Erlanger Team entwickelte Thematik daher auf ganz besonderes Interesse.

Trotz des identischen Konferenztitels wurden vor Ort jeweils sehr unterschiedliche Themenfelder vertieft. An der Pusan National University in Busan (Korea), mit der die FAU bereits eine Partnerschaft unterhält, ist die Etablierung öffentlicher Freiräume in der Stadt eine besondere Herausforderung. Die extrem dicht bebaute 4-Millionen-Metropole wächst rasant. An der Mahidol University nahe Bangkok (Thailand) stehen hingegen Fragen der nachhaltigen Ernährungssicherung für die Stadtbevölkerung im Fokus. Die Nanyang Technological University in Singapur widmet sich gemeinsam mit Institutionen der Stadtverwaltung einer neuen Inwertsetzung innerstädtischer Flächen – der Stadt- und Inselstaat hat sich in den letzten Jahren zu einer regelrechten Gartenstadt entwickelt. Nun geht es darum, neue Nutzungen der wertvollen und sehr begrenzten Flächenressourcen auszuloten. So besuchte die Erlanger Institutsdelegation u.a. auch ein Unternehmen, das mitten im Stadtzentrum eine „Roof-top Farm“ betreibt, in der Gemüse und Kräuter mit innovativen Technologien angebaut werden.

Das BMBF-Vorhaben sieht vor, in der Folge mit den beteiligten Universitätspartnern aus Korea, Thailand und Singapur längerfristige Forschungsprojekte zu initiieren. Auch an einen Dozierenden- und Studierendenaustausch ist mittelfristig gedacht. Mit Zuge dieser Internationalisierungsbestrebungen gewänne unser Institut damit ganz neue Partner und spannende, zukunftsträchtige Arbeitsfelder.