AK Geoarch in Erlangen (12.-14. Mai)

When:
12. May 2017 – 14. May 2017 all-day
2017-05-12T00:00:00+02:00
2017-05-15T00:00:00+02:00

ak-geoarch

AK Geoarchäologie

Jahrestagung 2017

Historic landscape changes: natural processes vs. human activity

12. – 14.05.2017, Erlangen

(English version below)

Der Tagungsband mit dem Programm und Exkursionsbeschreibung kann hier heruntergeladen werden: finales-Programm-korrigiert

The conference book with the programme and excursion description can be downloaded here: finales-Programm-korrigiert

Im Nachgang der Konferenz ist eine Publikation in einem Sonderband von Quaternary International möglich, der von Daniela Sauer, Maria Bronnikova, Florian Hirsch, Bernhard Lucke, und Eric McDonald herausgeben wird. Infos dazu finden sich hier: Special Issue in Quaternary International – 2017

There is the opportunity to publish contributions during this conference in a special issue of Quaternary International edited by Daniela Sauer, Maria Bronnikova, Florian Hirsch, Bernhard Lucke, and Eric McDonald. More information can be found here: Special Issue in Quaternary International – 2017

 

Bericht zur 13. Jahrestagung des Arbeitskreises Geoarchäologie 2017

Vom 12.-14. Mai fand die 13. Jahrestagung des Arbeitskreises Geoarchäologie in Erlangen statt. Gastgeber waren PD Dr. Bernhard Lucke (Institut für Geographie) und Martin Nadler, M.A. (Bodendenkmalpflege Bayern) sowie das Institut für Ur- und Frühgeschichte (Prof. Dr. Doris Mischka und Prof. Dr. Thorsten Uthmeier). Die dreitägige Tagung war mit rund 100 Teilnehmenden ein voller Erfolg und übertraf die beiden vergangenen Tagungen in Tübingen und Kiel bei weitem. Erfreulich war die überaus starke Beteiligung internationaler Gäste, u.a. aus Tschechien, Jordanien, Israel und Mexiko. Darüber hinaus konnte ein Praxisbezug zu Grabungen in Deutschland hergestellt werden, u.a. durch eine Photogrammetrie-Demonstration und Schulung durch die Geo-Konzept GmbH.

Ein erster eintägiger Vortragsblock befasste sich mit internationaler Forschung und bot einen guten Überblick über aktuelle Forschungsregionen, -ergebnisse und -methoden aus allen Bereichen der Geoarchäologie und ihren Nachbarwissenschaften. Der zweite Tag widmete sich Projekten aus Deutschland. Dazu kam eine gut besuchte Postersession, während der jedes Poster im stimmungsvollen Rahmen der Antikensammlung der Universität Erlangen kurz vorgestellt und diskutiert wurde. Bemerkenswert war ein Vortrag von Marlen Schlöffel und Steffen Schneider (Uni Osnabrück), die eine Netzwerkanalyse zur Verflechtung der Geoarchäologie in Deutschland durchgeführt hatten.

Die Mitgliederversammlung unter der Leitung der beiden Sprecher Christian Stolz (Europa-Universität Flensburg; Geographie) und Christopher Miller (Archäologie, Universität Tübingen) befasste sich mit der Präsenz des Arbeitskreises auf nationalen und internationalen Tagungen, zwei geplanten gemeinsamen Publikationen und den kommenden Jahrestagungen. Die nächste Arbeitskreis-Tagung wird vom 4. bis zum 6. Mai in München stattfinden. Geplant ist eine Exkursion zwischen Forchheim und Finsing. Der Webmaster des Arbeitskreises, Matthias Czechowski (Uni Tübingen), berichtete, dass der Arbeitskreis im vergangenen Jahr 20 neue Mitglieder hinzugewinnen konnte. Damit liegt die Mitgliederzahl mittlerweile weit über 200.

Die Vielzahl der ausgezeichneten Beiträge führte zu einer anregenden Diskussion über die künftige Ausrichtung und Arbeitsweise des Arbeitskreises, die aber begrenzt werden musste um genug Zeit für alle Fachbeiträge zu haben. Es ist jedoch geplant sie im Rahmen eines “Forum Geoarchäologie” fortzusetzen, bei dem junge Geoarchäologen Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen der ersten Generation bekommen sollen.

Das Rahmenprogramm der Tagung in Erlangen sah ein Icebreaker am Grill vor dem Institutsgebäude vor, außerdem einen typisch fränkischen Abend im Biergarten. Im Vorfeld der Tagung hatte Armin Skowronek (Uni Bonn) über das frühere Nürnberger Reichsparteitagsgelände geführt. Die Tagungsexkursion am letzten Tag führte die Teilnehmer ins nahe Windsheimer Becken, wo neue Erkenntnisse zur Keuper- und Gipskarstarchäologie in verfüllten Dolinen präsentiert wurden. Über

die Exkursion berichtete auch die lokale Tageszeitung „Windsheimer Nachrichten“.

Die diesjährigen Tagungspreise erhielten Till Kasielke (Uni Bochum) für den besten Vortrag über vermeintliche Schwarzerderelikte in der Hellwegbörde, Wiebke Heinze (Uni Heidelberg) für das beste Poster über keltische Mühlsteinproduktion bei Heidelberg, und Elisabeth Solleiro-Rebolledo aus Mexiko für die weiteste Anreise.

Gruppenfoto Teilnehmer AK Geoarch Erlangen 2017

Gruppenfoto beim Grillen im Innenhof des HS C (Foto: Boris Dreyer)

Posterpräsentationen in der Antikensammlung der Universität Erlangen

Posterpräsentationen in der Antikensammlung der Universität Erlangen (Foto: Bernhard Lucke)

Dolinenfüllungen im Gipskarst des Windsheimer Becken

Dolinenfüllungen im Gipskarst, die während der Exkursion ins Windsheimer Becken besucht wurden (Foto: Bernhard Lucke)

 

 

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