Das „geographische Café“ – 17.05.2017

When:
17. Mai 2017 @ 18:30 – 20:00
2017-05-17T18:30:00+02:00
2017-05-17T20:00:00+02:00
Where:
Lesecafé der VHS Erlangen (Altstadtmarktpassage)
Hauptstraße 55
91054 Erlangen
Deutschland

vhs-lesecafe_logoDas „geographische Café“ ist eine neue Veranstaltungsform in Kooperation der Fränkischen Geographischen Gesellschaft mit der Volkshochschule Erlangen und dem Institut für Geographie der FAU, die von den „Cafés Géographiques“ in Frankreich inspiriert ist. In der angenehmen Atmosphäre des Lesecafés in Erlangen können dabei Impulse von Geographinnen und Geographen aus Wissenschaft und Praxis diskutiert werden. Angelehnt an den Schwerpunkt des Erlanger Lesecafés sowie des International Year of Global Understanding werden sich die ersten beiden „geographischen Cafés“ mit Fragen nach der regionalen und globalen Herkunft unserer Lebensmittel beschäftigen.

Zeit: jeweils Mittwoch 18.30-20.30
Eintritt frei – Spenden erwünscht

Mittwoch, 17. Mai 2017 mit
Dr. Thomas Bürk (Hamburg): Neue Rechte und NeoNationalismus in Deutschland: (K)ein Thema für die
Politische Geographie?“

Trotz erstarkendem Nationalismus in der Bundesrepublik gibt es dazu kaum Forschungsarbeiten aus der Politischen Geographie. Handelt es sich hier um einen weiteren blinden Fleck in der deutschen Geographie?

25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gibt es in der Bundesrepublik (etwa mit PEGIDA und der AfD) erstarkende rechtspopulistische Bewegungen und Parteien. Damit holte nun auch in Deutschland eine lange befürchtete neo-nationalistische Offensive nach, was bereits seit zwei Jahrzehnten in vielen anderen, nicht nur europäischen Ländern, etwa früh mit Silvio Berlusconi in Italien, dem Front National in Frankreich, der österreichischen FPÖ aber auch mit Donald Trump virulent ist. Gleichzeitig scheinen Rechtsradikalismus, „Nationalsozialistischer Untergrund“, militanter und banaler Patriotismus und andere Formen neo-nationalistischen Aktivismus’ kaum ein Thema für die Politische Geographie in der Bundesrepublik zu sein.  In meinem Vortrag möchte ich daher zunächst einen Überblick über den Stand der Nationalismusforschung in der Politischen Geographie der Bundesrepublik anbieten. Ferner steht zur Debatte, warum (Neo-)Nationalismus in Deutschland ein zentrales Thema für die (Politische) Geographie sein sollte. Und warum  Themen wie rechtsradikale Territorialisierungen, politische Bewegungspraktiken der populistischen Rechten oder auch deren damit (explizit oder implizit) verbundenen Raumkonzepte von einer kritischen Politischen Geographie nicht vernachlässigt werden sollten.

Kontakt Dr. Thomas Bürk:
Universität Hamburg (Geomatikum), Institut für Geographie (Raum 513)
Bundesstr. 55, 20146 Hamburg

E-Mail: ed.gr1511541911ubmah1511541911-inu@1511541911kreub1511541911.samo1511541911ht1511541911