Institutskolloquium KG – 15.11.2017

When:
15. November 2017 @ 12:15 – 25. November 2017 @ 12:30
2017-11-15T12:15:00+01:00
2017-11-25T12:30:00+01:00
Where:
Hörsaal C - Eingang Hindenburgstr.
Contact:
Dr. Andrés Gerique

Mittwoch, 15. November 2017, 12.15 Uhr im
Institutskolloquium Kulturgeographie

Dr. Romy Hofmann & Prof. Dr. J. C. Schubert (Lehrstuhl für Didaktik, FAU Erlangen-Nürnberg)

Geographische als Teil Kultureller Bildung.
Überlegungen zum Beitrag von Geographieunterricht zur kulturellen Teilhabe an Gesellschaft unter der Perspektive von Emotionen

„Kulturelle Bildung“ erfährt in aktuellen Diskussionen (bildungs-)politische und rhetorische Konjunktur, gleichzeitig werden wesentliche Defizite offensichtlich, besonders im Bereich der Forschung. Vorliegend wird die These vertreten, dass der Geographieunterricht einen Beitrag zur geforderten Qualitätsentwicklung leisten kann. Nicht nur die Nähe zum Kultur-Begriff, sondern auch dahinterliegende Vorstellungen eines mündigen Subjekts, die im Partizipationsgedanke zum Ausdruck kommen, bilden mit dem Fokus der Förderung emotional-affektiver Erfahrungen einen Schnittpunkt zwischen Kultureller und geographischer Bildung. Nach einer kurzen Darstellung wesentlicher Entwicklungslinien Kultureller Bildung sowie zentraler Kriterien folgt eine Klärung zur Relevanz von Emotionen unter besonderer Berücksichtigung des Schulkontextes. Wo es hierbei oft um das Thematisieren von Lern- und Leistungsemotionen geht, verfolgen die Autor*innen mit dem noch wenig bekannten Konstrukt der „emotionalen Aktivierung“ (vgl. Frederking & Albrecht, 2016) eine andere Schwerpunktsetzung. Im dritten Konzept des Raumes als Kategorie der Sinneswahrnehmung (vgl. Wardenga, 2002) finden diese Ideen eine Entsprechung. Ziel der weiteren Ausführungen wird es sein, eine Forschungsperspektive zu entwickeln, unter der sinnlich-ästhetische Zugänge zu räumlichen Fragestellungen hinsichtlich eines angenommenen Potenzials der Förderung eines Perspektivenwechsels auf Seiten der Schüler*innen untersucht werden können. Es soll darum gehen, mit und durch Emotionen zu lernen, um sich dem übergeordneten Ziel der (kulturellen) Teilhabe an Gesellschaft anzunähern.

Gesamtübersicht “Kolloquiumsprogramm” im Wintersemester 2017/18