Workshop „Raum. Gesetze. Daten.“ | Workshop „Raum. Gesetze. Daten.“ – Institut für Geographie
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Workshop „Raum. Gesetze. Daten.“

Workshop am 6. und 7. November 2015

 

Mit der sogenannten Quantitativen Revolution schloss die Geographie, erstmals seit dem 19. Jahrhundert wieder an dominierende wissenschaftstheoretische Strömungen an und wurde der eigenen Beschreibung nach zu einer ‚modernen‘ und ‚anwendungsorientierten‘ Wissenschaft. Hierfür wurden Kritischer Rationalismus und logischer Positivismus, Mathematisierung und Theorieprimat, Modelle und Raumgesetze mobilisiert. Obwohl dies einen entscheidenden Wandel der Disziplin markiert, der wesentlich für alle folgenden Ansätze ist, begrenzt sich gleichzeitig die Auseinandersetzung mit diesem Denken in der jüngeren deutschsprachigen Geographie meist auf wenige Allgemeinplätze. Statt einer fundierten Auseinandersetzung mit Theorien, Ereignissen und Praktiken der quantitativ-theoretischen Wende finden sich vielfach nur Chiffren wie „Kiel 1969“ und „Dietrich Bartels“. Es scheint uns daher an der Zeit, sich aus wissenschaftsgeschichtlicher, wissenschaftssoziologischer und wissenschaftsethnologischer Perspektive mit der quantitativen Wende in der deutschsprachigen Geographie zu beschäftigen.

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