Moritz Ortegel | Moritz Ortegel – Institut für Geographie

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Moritz Ortegel

M.A. Moritz Ortegel

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Raum: 02.217


ed.oe1487123019tsop@1487123019leget1487123019ro.zt1487123019irom1487123019
Tel: +49 (0)9131 85-22013

Sprechstunde: nach Vereinbarung
Sprechstunde in der vorlesungsfreien Zeit: nach Vereinbarung

Forschungsgebiete: , ,

Forschungsinteressen: Dispositivforschung im Anschluss in Michel Foucault; Materialität; Übersetzung von Politiken; "Kreative Städte"; Europäische Metropolregion Nürnberg; Politische Geographie; Geographische Stadtforschung; Wirtschaftsgeographie; qualitative Methoden


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Curriculum Vitae | Publikationen | Forschung | Lehre | Weiteres

Curriculum Vitae

01/2016 – 12/2016

wissenschaftlicher Mitarbeiter (50%) am Lehrstuhl für Kulturgeographie des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg im Forschungsprojekt „Heimat für Kreative!“: Übersetzungen der Idee kreativer Stadt- und Regionalentwicklung in den spezifisch lokalen Kontext der Europäischen Metropolregion Nürnberg (Städtler Stiftung)

 

04/2014 – 11/2014

Lehrbeauftragter des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg; Seminar (Regional(PG/KG): „Geographien Deutschlands“

 

10/2011 – 03/2012

wissenschaftliche Hilfskraft bei Herrn Prof. Dr. Georg Glasze am Lehrstuhl für Kulturgeographie des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg

 

10/2010 – 02/2011

Tutor der Vorlesung „Wirtschaftsgeographie“ von Herrn Prof. Dr. Sebastian Henn am Institut für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg

 

09/2010 – 10/2010

studentische Hilfskraft bei Herrn Prof. Dr. Fred Krüger im Rahmen der Tagung „Urban Perspectives: Mid-Sized Cities in Sub-Saharan Africa”

 

05/2009 – 02/2011

studentische Hilfskraft bei Herrn Prof. Dr. Georg Glasze am Lehrstuhl für Kulturgeographie des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg

 

12/2008 – 11/2009

studentische Hilfskraft in der Institutsbibliothek des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg

Publikationen

  1. “Creative city” policy mobilities as transformation of dispositifs. In: Geographica Helvetica (in Begutachtung).
  1. Übersetzungsprozesse von stadt- und regionalpolitischen Ideen in lokale Kontexte. In: Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft (in Vorbereitung).
  1. Policy translation as transformation of dispositifs. The ideas of “creative cities” recontextualized in the European Metropolitan Region Nuremberg (publizierter Beitrag für wissenschaftliche Veranstaltung “8th International Interpretive Policy Analysis Conference (IPA) 2013” 3. bis 5. Juli 2013, Wien) (2013).
  1. The translation of the ideas of “creative cities” into specific localized logics of the European Metropolitan Region Nuremberg. Policy mobilities analyzed as transformation of dispositifs“ (publizierter Beitrag für wissenschaftliche Veranstaltung, Österreichischer „Tag der Politikwissenschaft“ 2012 vom 29. bis 30. November 2012, Graz) (2012).
  1. Die „kreative Stadt“ – von einer Idee zum „kreativen Nürnberg“. Eine explorative Diskursanalyse auf dem Weg zur Dispositivanalyse. Erlangen (Masterarbeit) (2011).

Forschung

01/2016 – 12/2016

wissenschaftlicher Mitarbeiter (50%) am Lehrstuhl für Kulturgeographie des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg im Forschungsprojekt „Heimat für Kreative!“: Übersetzungen der Idee kreativer Stadt- und Regionalentwicklung in den spezifisch lokalen Kontext der Europäischen Metropolregion Nürnberg (Städtler Stiftung)

Projektbeschreibung:

Die Idee der „kreativen Stadt“ ist seit wenigen Jahren zu einem wichtigen Orientierungspunkt für Stadt- und Regionalentwicklungspolitiken geworden. Die zentrale Idee des Buches „The rise of the creative class“ (Florida 2004) lautet, dass wirtschaftlicher Erfolg von Städten und Regionen in Zukunft von der Kreativität der Bevölkerung bestimmt wird. Diese seien daher gut beraten, die „3T – Talent, Technologie und Toleranz“ zu fördern (ebd.). Zahlreiche Projekte der Stadt- und Regionalentwicklung greifen diese Idee in vielen Regionen der Welt auf. Peck (2005) verweist hier u. a. auf Projekte in Singapur, London, Auckland und Amsterdam. Auch in vielen deutschen Städten wird die Idee der „kreativen Stadt“ in neuen Stadtentwicklungsprojekten aufgegriffen (für Frankfurt/M. s. bspw.  Berndt, Goeke und Lindner 2009). Wie die Idee der „kreativen Stadt“ jeweils umgesetzt wird, unterscheidet sich allerdings deutlich. Bislang gibt es kaum Studien, die untersuchen, inwiefern und warum sich die Umsetzungen unterscheiden.

 

Hier setzt das beantragte Forschungsprojekt an. Es analysiert, wie Ideen und Konzepte der Stadt-  und Regionalentwicklung in spezifisch-lokale Kontexte übersetzt werden und wie dabei der lokale Kontext transformiert wird. Die Fallstudie liegt vor der „Haustür“ der FAU in der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN). In der EMN wird die Idee der „kreativen Stadt“ seit Ende der 2000er Jahre aufgegriffen, u. a. im neuen regionalen Entwicklungsleitbild „Heimat für Kreative“ und dem städtebaulichen Projekt „2nd Chance“ auf dem ehemaligen AEG-Gelände. Gerade weil die EMN im Gegensatz etwa zu Regionen wie Hamburg oder Berlin bislang kaum mit „Kreativität“ verknüpft wurde, erscheint es interessant und wissenschaftlich fruchtbar, die Übersetzungsprozesse hier zu untersuchen. Die Vorarbeiten zu dem Forschungsprojekt deuten darauf hin, dass über lange Zeiträume eingespielte und verfestigte Muster der Stadt- und Regionalentwicklung in der EMN eine ganz spezifische Rezeption und Umsetzung der „kreativen Stadt“ nahe legen. Kreativität wird in der EMN bspw. in hohem Maße mit technischer Innovation gekoppelt (Ortegel 2011). Mit dem beantragten Forschungsprojekt sollen diese kontextspezifischen Muster analysiert werden. Im Fokus stehen hierbei die Entwicklungen „Auf AEG“ und die Frage, inwiefern die lokalen Akteure und Institutionen sowie das materielle Gelände die Übersetzung der Idee der „kreativen Stadt“ beeinflussen. Konzeptionell und methodisch bietet das beantragte Projekt eine neue Perspektive, die dezidiert das Zusammenspiel von Akteuren, Ideen und materiellen Aspekten in den Blick nimmt und somit einer zu starken Fokussierung auf einzelne Analysedimensionen vorbeugt. Daraus leiten sich auch neue methodische Impulse ab. Das Projekt soll zudem Bausteine für eine erfolgreiche, kontextsensible Rezeption von Ideen und Konzepten für die angewandte Stadt- und Regionalentwicklung erarbeiten. Denn ohne die eigenen bevorzugten Herangehensweisen und „blinden Flecken“ zu kennen, lässt sich eine nachhaltig lokal verankerte und überzeugende Übersetzung neuer Ideen nicht realisieren.

 

 

ab WS 2014

Externer Doktorand (Dr. rer. nat.) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Schwerpunkte: kreative Stadt, policy translation, Dispositivanalyse

 

Beschreibung des Dissertationsprojektes „Übersetzungsprozesse von stadt- und regionalentwicklungspolitischen Ideen in spezifische, lokale Kontexte: „kreative Städte“ in der Europäischen Metropolregion Nürnberg

Die Ideen, Politiken und Praktiken „kreativer Städte“ gehören seit den 1990ern zu den mobilsten und wirkmächtigsten Ansätzen im Bereich der Stadt- und Regionalentwicklung. Seit Ende der 2000er bezieht sich auch die Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) v.a. in ihrer wirtschaftspolitischen Agenda auf „Kreativität“. Neben der Vision, „Heimat für Kreative“ zu werden, beziehen sich auch konkrete Projekte wie „2nd Chance“, auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Nürnberg-Muggenhof, auf den Topos der „kreativen Stadt“. Die global verfügbare Idee der „kreativen Stadt“ erfährt durch ihre Interpretation und Anwendung in der EMN eine kontextspezifische Übersetzung. Das Forschungsprojekt geht den Fragen nach, welche Übersetzungslogiken diese Ausdifferenzierung nahe legen und wie sich die „kreative Stadt“ und der Kontext der Stadt- und Regionalentwicklung der EMN durch die Übersetzung gegenseitig verändern.

Als Übersetzung bezeichne ich die Prozesse von der Entkontextualisierung der Idee über ihre Mobilisierung bis hin zu ihrer Rekontextualisierung. Der Fokus der Rekonstruktion dieser Prozesse liegt im Projekt auf Letzterem. Die Übersetzung transformiert sowohl die „kreative Stadt“ als auch den Kontext der Stadt- und Regionalentwicklung der EMN. Die Metapher der kontextspezifischen Übersetzung wird mit dem dispositif-Konzept im Anschluss an Michel Foucault theoretisch operationalisiert (siehe Abb. 1). Stadt- und regionalentwicklungspolitische Ideen und ihre Kontexte werden erstens als spezifische Arrangements des Sag- und Sichtbaren fassbar. Zweitens erhöht diese Perspektive die Sensibilität für unterschiedliche Dynamiken, Widerstände und Wandel sowie Macht-Wissen-Verhältnisse in Übersetzungsprozessen. Das dispositif eröffnet somit eine kohärente Perspektive auf Stadt- und Regionalentwicklungspolitiken und ihre Übersetzungen. Je nach kontextspezifischen Arrangements werden in der Übersetzung demnach einige Aspekte von „neuen“ Ideen eingeschlossen und verändert, andere hingegen ausgeschlossen. Dieses komplexe Zusammenspiel wird im Rahmen einer Dispositivanalyse sicht- und analysierbar.

Die Rekonstruktion und der Vergleich der Dispositive dienen der Analyse der Prozesse in denen die „kreativen Städte“ in die EMN übersetzt werden. Dabei werden die Dispositive vor und nach bzw. während der Übersetzung verglichen. Der Vergleich macht Verschiebungen innerhalb der Macht-Wissen-Verhältnisse und die dominanten Logiken sichtbar, welche die Übersetzung prägen. Vor diesem Hintergrund (re)konstruiere ich vier Dispositive, die miteinander verglichen werden: (1.) die dekontextualisierten Diskurse zu „kreativen Städten“ als mögliche Übersetzungen, (2.) das „Entwicklungsleitbild der Wirtschaftsregion Nürnberg“ von 2005 als Idee vor der „kreativen Stadt“ und Kontext der Übersetzung, (3.) das aktuelle Leitbild der EMN „Heimat für Kreative“ als eine aktuelle Übersetzung der EMN sowie (4.) das Revitalisierungsprojekt „2nd Chance“ „Auf AEG“ als eine aktuelle Umsetzung und Übersetzung der „kreativen Stadt“.

Als methodische Werkzeuge werden episodische Interviews, walking interviews, Photo-Gruppen-Interviews und dispositivanalytische kodierende Verfahren mit ATLAS.ti eingesetzt (siehe Abb. 1). Die episodischen Interviews dienen als Kontextualisierung der Übersetzung. Die geführten Besichtigungen eröffnen zusätzlich einen Zugang zur Rolle der sichtbaren, materiellen Welt (hier: ehemaliges AEG-Gelände) und ihrer Bedeutung für die Übersetzung. Die Photo-Gruppen-Interviews thematisieren ebenfalls die Materialität des Ortes und rücken die (alternativen) Übersetzungen der vor Ort tätigen Akteure in den Blick. Innerhalb einer Dispositivanalyse und in ATLAS.ti können sowohl textuelle als auch visuelle Daten erhoben und ausgewertet werden. Die Regeln des Sagbaren und ihre sprachlichen Bezüge zu sichtbaren Elementen lassen sich durch kodierende Verfahren nachvollziehen (hier: Leitbilder der Stadt- und Regionalentwicklung). Die Interviewdaten und die Leitbilder werden abschließend mit Hilfe von ATLAS.ti kodiert und miteinander verglichen. Diese Kombination lässt eine umfangreiche Rekonstruktion zu, welche die spezifischen Verbindungen von materiellen und immateriellen Elementen der Stadtentwicklungspolitik in den Blick nimmt. Dieses Forschungsdesign ermöglicht es zudem, die kontextspezifischen Ein- und Ausschlüsse sowie die Transformationsprozesse jener Arrangements nachzuvollziehen.

 

Theoretische Operationalisierung und empirische Umsetzung des Projektes

Übersetzungsprozesse, Dispositive und kontextsensible Methoden_Dissertationsprojekt Moritz Ortegel

 

 

ab WS 2011

Promotionsstudium (Dr. rer. nat.) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Schwerpunkte: kreative Stadt, policy translation, Dispositivanalyse

Lehre

04/2014 – 11/2014

Lehrbeauftragter des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg; Seminar (Regional(PG/KG): „Geographien Deutschlands“

Weiteres

Vorträge:

  1. Übersetzungsprozesse von stadt- und regionalentwicklungspolitischen Ideen in spezifische, lokale Kontexte: „kreative Städte“ in Nürnberg (Beitrag für wissenschaftliche Veranstaltung „Augsburger Spring School 2014 Wissenssoziologische Diskursanalyse & angrenzende Perspektiven der Diskursforschung“ 25. bis 27. März 2014, Augsburg) (2014).
  1. Übersetzungsprozesse von stadt- und regionalentwicklungspolitischen Ideen in spezifische, lokale Kontexte: „kreative Städte“ in Nürnberg (Beitrag für wissenschaftliche Veranstaltung „Neue Kulturgeographie XI“ 31. Januar bis 1. Februar 2014, Bremen) (2014).
  1. Policy translation as transformation of dispositifs. The ideas of “creative cities” recontextualized in the European Metropolitan Region Nuremberg (Beitrag für wissenschaftliche Veranstaltung “8th International Interpretive Policy Analysis Conference (IPA) 2013” 3. bis 5. Juli 2013, Wien) (2013).
  1. The translation of the ideas of “creative cities” into specific localized logics of the European Metropolitan Region Nuremberg. Policy mobilities analyzed as transformation of dispositifs“ (Beitrag für wissenschaftliche Veranstaltung, Österreichischer „Tag der Politikwissenschaft“ 2012 vom 29. bis 30. November 2012, Graz) (2012).
  1. Translating regional development concepts into local logics. A dispositive analysis of the „creative city“ idea’s translation into the logics of the European Metropolitan Region Nuremberg”, (Beitrag für wissenschaftliche Veranstaltung „52nd European Regional Science Association Congress “Regions in Motion – Breaking the Path” 21. bis 25. August 2012, Bratislava) (2012).