Studiengangsprofil B.Sc. Physische Geographie | Studiengangsprofil B.Sc. Physische Geographie – Institut für Geographie

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Studiengangsprofil B.Sc. Physische Geographie

Studienkonzept und Qualifikationsprofil

Der Studiengang zielt auf eine fundierte fachwissenschaftliche Ausbildung, welche die Studierenden dazu befähigt, sich an der Identifizierung, Analyse, Diskussion und Lösung konkreter physisch-geographischer Fragestellungen aktiv und kompetent beteiligen zu können und diese in ihrem gesellschaftlichen Kontext zu bewerten. Vermittelt werden grundlegende Kenntnisse von Physischer Geographie und Kulturgeographie sowie ihrer theoretischen Grundlagen, insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Fundierte geoökologische Kenntnisse,
  • Spezialisierte Kenntnisse in ausgewählten Themenbereichen und Regionen,
  • Analytisches und integratives Denken,
  • EDV-gestützte Analyseinstrumente,
  • Regionalkompetenz,
  • Mensch-Umwelt-Beziehungen,
  • Nachhaltige Raumnutzung unter ökologischen Gesichtspunkten,
  • Chancen und Risiken der Globalisierung.

Besonderer Wert wird gelegt auf die Aneignung der wichtigsten physisch-geographischen Methoden (einschließlich moderner Verfahren im Bereich GIS und Fernerkundung) sowie kommunikativer und argumentativer Kompetenzen. Damit befähigt der Bachelorabschluss die Studierenden zu einem reflektierten Umgang mit raumbezogenen Mensch-Umwelt-Problemen in gesellschaftlichen und interkulturellen Kontexten sowie zum problemlösungsbezogenen Einsatz physisch-geographischer Methoden.

Als berufsqualifizierender Abschluss vermittelt der Studiengang in Kombination mit sinnvoll gewählten Wahlfächern Kompetenzen, welche unter anderem für folgende Tätigkeitsfelder qualifizieren:

  • in den Bereichen Umwelt-Consulting, Politikberatung und Organisationsberatung mit Arbeitsfeldern in der Regional- und Landschaftsplanung sowie in der Kommunal-verwaltung,
  • im Bereich Dokumentation, Information und Kommunikation mit den Arbeitsfeldern Journalistik, Medien, Archive und Bibliotheken,
  • in allen Arbeitsfeldern des Projektmanagements und der Entwicklungszusam-menarbeit.

Dabei kann auf Erfahrungen aus den bisher üblichen Diplomstudiengängen zurückgegriffen werden; hier hatten Geographieabsolventen stets dann die besten Berufschancen in einem außerordentlich breiten Berufsfeldspektrum, wenn in ihrem Studiengang besonderer Wert darauf gelegt wurde, ein hohes Maß an multifunktionaler Kompetenz sowie an Kommunikations- und Reflektionsfähigkeit zu vermitteln.

Struktur des Studiengangs

Der Studiengang umfasst eine solide Ausbildung in Geographie (Schwerpunkt Physische Geographie) im Umfang von 130 ECTS-Punkten (einschließlich Bachelorarbeit). Darin sind 20 ECTS-Punkte für berufsfeldorientierte Schlüsselqualifikationen enthalten; sie verteilen sich auf verschiedene Module und werden im Kontext fachbezogener Inhalte vermittelt. Hinzu kommen 10 ECTS-Punkte für ein berufsfeldbezogenes außeruniversitäres Praktikum im Umfang von mindestens 6 Wochen sowie 40 ECTS-Punkte für mindestens zwei Wahlfächer.

Der Studiengang ist in unterschiedliche Phasen gegliedert (vgl. Abb. 1):

  • In der ersten, zweisemestrigen Studienphase (Orientierungsphase) erwerben die Studierenden grundlegende Kenntnisse über raumbezogene Fragen des Mensch-Umwelt-Verhältnisses sowie Grundkenntnisse über wichtige Teilgebiete der Physischen und der Geographie Kulturgeographie und in einem ersten Wahlfach.
  • In der zweiten Studienphase (Kernphase), die vom dritten bis zum vierten Fachsemester absolviert wird, werden die fachlichen Kenntnisse erweitert und besonders die methodischen Kompetenzen erworben. Außerdem werden die Kenntnisse im ersten Wahlfach vertieft und in mindestens einem weiteren Wahlfach Grundkenntnisse erworben.
  • In der dritten Studienphase (Abschlussphase, fünftes und sechstes Fachsemester) erfolgt die weiterführende Spezialisierung in regionaler und thematischer Hinsicht sowie der Erwerb von Fähigkeiten, die methodischen Kenntnisse problemlösungsorientiert einzusetzen. Außerdem erfolgt hier die Abrundung der Kenntnisse in den Wahlfächern. Die Studierenden werden zu selbst ständigem, wissenschaftlichem Arbeiten angeleitet.

Nach dem ersten Jahr erfolgt eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP).Sie gilt als bestanden, wenn die Module PG1, PG2, PG3, PG4, PG5 und PG6 sowie ein Modul aus einem Wahlfach erfolgreich absolviert werden. Die GOP muss spätestens nach dem 3. Fachsemester bestanden sein.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Studierende den Grad B.Sc. Physische Geographie. Dieser Abschluss qualifiziert neben der Berufstätigkeit auch für ein Masterstudium.

Schlüsselqualifikationen

Schlüsselqualifikationen Im Bereich der Schlüsselqualifikationen werden in einem Umfang von bis zu 30 ECTS-Punkten wahlweise folgende Qualifikationen erworben:

  • Arbeitstechniken (Bibliothek, Präsentation, Rhetorik),
  • fachlich übergreifende Inhalte von Nachbardisziplinen,
  • Sprachpraxis,
  • Praktikum.

 

Abb. 1: Schematische Darstellung des Studienaufbaus